Blues in Jahreszeiten

Blues in Jahreszeiten

Der Herbstwind treibt die Wolken
wie Herden durch das Land
das Meer wirft seine Beute
von weit her an den Strand
Der Sommer war ein greller Schrei
nun liegt ein Boot zerschellt
im ersten Licht des Morgens
das durch den Vorhang fällt

Es kommen stille Tage
die Zeitungen sind schwer
von all dem, was gescheiter
niemals geschehen wär
Es kommen lange Nächte
mit einem Buch im Lampenschein
mit Freunden an der Bar
und manchmal auch allein

Die Bürohäuser gleiten
erleuchtet durch die Nacht
im Hafen sind statt Schiffe
Fabriken festgemacht
Die Arbeit ist fast tröstlich
wie es die Schule früher war
um nicht allein zu schlafen
versöhnt sich manches Paar

Genug von stillen Tagen
wenn man sie langsam kennt
beginnt dann jener Monat
den der Dichter grausam nennt
Dann kommt der Tag der Arbeit
von ihr hat man genug
der Sommer löst die Fesseln
die man zu lange trug